Feuchtedetektor zur Erkennung von flüssigem Wasser auf einer zu untersuchenden Oberfläche

// Analytik // Bautechnik // Optik, Photonik und Lasertechnik
Ref-Nr: 16629

Einleitung / Abstract

Auf vielen technischen Gebieten ist Feuchtigkeit aus unterschiedlichen Gründen unerwünscht. Beispielsweise kann Feuchtigkeit an den Außenoberflächen von Gebäudefassaden zur Bildung von mikrobiellem Bewuchs z.B. durch Schimmel, Algen, Pilze, Bakterien, Flechten und dergleichen führen. Dies gilt ebenso für die Innenwände von Gebäuden. Um die Gefahr einer möglichen Bildung von mikrobiellem Bewuchs auf einer Oberfläche frühzeitig vorhersagen zu können, kann es daher vorteilhaft sein, die Feuchtigkeit an der Oberfläche zu erkennen.

Bild 1: Detektion von flüssigem Wasser an der Oberfläche durch sich reversibel verfärbende Gitter bei Kontakt mit Wasser

Bild 2: Rasterartig eingearbeitete Messfeldgitter; Die Messfeldgitter haben sich auf den feuchten Wandbereichen (linke Wand) sichtbar verfärbt.

Hintergrund

Zur Feststellung von flüssigem Wasser auf Oberflächen ist es bekannt, die zu untersuchende Oberfläche z.B. mit einem Vlies abzutupfen und den Tupfer vorher und nachher zu wiegen, um aus der Gewichtsdifferenz auf das angefallene Oberflächenwasser zu schließen. Es ist ferner bekannt, Feuchtigkeit von Baustoffen gravimetrisch oder durch Widerstands- bzw. durch durch die Veränderung der Dielektrizitätskonstante des Baustoffs zu erfassen. Nachteilig ist bei allen bisherigen Methoden die mögliche Beeinflussung des Messobjektes durch die Messmethode selbst.

Problemstellung

Die neue Technologie soll die Erkennung von flüssigem Wasser einfacher bzw. verlässlicher als bisher ermöglichen. Insbesondere soll die Erkennung von flüssigem Wasser auf einer zu untersuchenden Oberfläche berührungslos, zerstörungsfrei und bzw. langfristig reproduzierbar ausgeführt werden können. Zusätzlich oder alternativ soll die Erkennung von flüssiges Wasser auf einer zu untersuchenden Oberfläche keinen Einfluss auf das Messergebnis haben. Zumindest soll eine Alternative zu bekannten derartigen Möglichkeiten geschaffen werden.

Lösung

Der Feuchtedetektor zeichnet sich durch ein Indikatorfeld aus, wobei bei Vorhandensein von flüssigem Wasser eine Farbumschlag sichtbar wird. Erreicht wird dies über eine spezielle Farbe, die bei Beaufschlagung von flüssigem Wasser transparent wird und die unter der transparenten Schicht liegende zweite Farbe sichtbar werden lässt. Die Farbveränderung ist dabei reversibel, so dass der nasse zweite Farbstoff bei erneuter Trocknung wieder den zweiten Farbton zeigt und den darunterliegenden ersten Farbton verdeckt. Dies bedeutet mit anderen Worten, dass falls kein flüssiges Wasser mehr im Bereich des Indikatorfelds zur Verfügung steht, der zweite Farbstoff trocknet, hierdurch seine Transparenz verliert und seinen zweiten Farbton zeigt.

Vorteile

Die neue Technologie bietet eine berührungslose, zerstörungsfreie und langfristige kontinuierliche Detektion von flüssigem Wasser auf der Oberfläche.

Anwendungsbereiche

Die neue Technologie kann als Detektorgitter zur Beobachtung möglicher kritischer Bereiche aufgeklebt werden und der Farbumschlag beobachtet werden. Ferner ist es denkbar die Beobachtungen mit Kameras durchzuführen und den Farbumschlag nachträglich oder direkt (als Schaltsignal) auszuwerten.

Sie können dieses Fenster schließen. Ihre Suchergebnisse finden Sie in dem vorherigen Fenster.

Top
EZN - Navigation