Für eine wirkungsvolle und kostengünstige Jungbestandspflege: Innovative Stielringelsäge für präzises und einfaches Arbeiten und bis zu 80 % Zeitersparnis
Einleitung / Abstract
Die vorgestellte Technologie betrifft ein innovatives Produkt in Form einer speziellen Handsäge (Stielringelsäge), die in der Forstwirtschaft bei der Jungbestandspflege eingesetzt wird und das sogenannte Ringeln vereinfachen und den Aufwand um bis zu 80 % reduzieren soll. Damit werden die bisherigen, aufwändigeren Ringelverfahren ersetzt und ein nachhaltig höherer Ertrag aus der Bewirtschaftung von Wäldern ermöglicht.Hintergrund
Die Jungbestandspflege wird in der Forstwirtschaft durchgeführt, um Stabilität, Vitalität und Qualität des Waldes frühzeitig zu fördern und zu sichern. Durch das Entfernen unerwünschter oder konkurrenzstarker Bäume erhalten zukunftsfähige Bäume mehr Licht, Raum und Nährstoffe. Dadurch werden gesunder Wuchs, bessere Holzqualität sowie die langfristige Widerstandsfähigkeit des Bestandes gefördert.
Eine Pflegemethode ist das Ringeln, bei dem gezielt Bedränger oder sogenannte Superprotzen zum Absterben gebracht werden, ohne das Stützgefüge des Bestandes zu gefährden. Im Obstbau wird das Ringeln bewusst eingesetzt, um die Fruchtbildung zu steigern, da durch die Unterbrechung des Saftstroms mehr Nährstoffe in die oberen Baumteile gelangen.
Derzeit werden Werkzeuge wie Ringeleisen, Ringelketten und Rindenschäler verwendet. Dabei ist präzises Arbeiten erforderlich, da Rinde und Kambium vollständig entfernt werden müssen und da in das Splintholz nur geringfügig eingedrungen werden soll.
Unpräzises Arbeiten führt zu zu tiefen Schnitten oder zu unvollständigem Ringeln. Da das Ringeln arbeitsintensiv und somit teuer ist, wird es bislang nur begrenzt eingesetzt, wodurch Potenziale in Waldpflege und Obstanbau ungenutzt bleiben.
Lösung
Die Erfindung ermöglicht eine ergonomische, sichere und effiziente Durchführung eines gleichmäßigen Ringelschnitts mit geringem Kraftaufwand und hoher Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Einsatzbedingungen. Kern der neuen Lösung ist ein Schneidmechanismus, der den Baumstamm mit optimaler Ringelungshöhe umschließt und ein definiertes Durchtrennen von Rinde und Kambium von Hand ermöglicht. Dieser weist mindestens einen, vorzugsweise zwei bewegbare, gebogene Schenkel auf, die den Baumstamm umfangsseitig umgreifen und dadurch eine stabile, rutschfeste Positionierung ermöglichen – auch bei Schräglage oder unebenem Untergrund. An den Schenkeln ist ein Schneidmittel mit mindestens einem flexiblen, länglichen Schneidelement, etwa einem Schneiddraht oder einer Sägekette, federnd gelagert. Die federnde Lagerung sorgt für eine definierte, gleichmäßige Anpresskraft, passt sich unterschiedlichen Stammdurchmessern, Rindenstrukturen und leicht elliptischen Querschnitten an und verhindert sowohl unzureichenden Kontakt als auch Beschädigungen durch zu hohe Kräfte. Die Schenkel sind über einen Träger geführt und lassen sich mittels eines Bewegungsmittels, beispielsweise eines linear bewegbaren Griffstücks mit Seilzugmechanismus, aus einer Offen- in eine Ringelstellung bewegen.Vorteile
Anwendungsbereiche
Grundsätzlich für alle Forstbetriebe interessant (in Deutschland mehr als 770.000 und ca. 15 Millionen in Europa). Besonders attraktiv ab einer Betriebsgröße > 5 ha – allein in Deutschland über 143.000.Sie können dieses Fenster schließen. Ihre Suchergebnisse finden Sie in dem vorherigen Fenster



