Für mehr Schutz im Fahrzeug: Einrichtung zum Abdecken eines vor Blicken und Sonne zu schützenden Gegenstands

// Automotive // Maschinenbau
Ref-Nr: 17690

Einleitung / Abstract

Mit der vorgestellten Technologie ist es möglich, auf einfache Art Gegenstände abzudecken, die vor Blicken oder Sonnenstrahlung geschützt werden sollen, z.B. im Auto oder in anderen, ähnlich einsehbaren Bereichen.

Abb. 1: Schematische Ansicht der Abdeckeinrichtung (2 ≙ zu schützendes Objekt) [Figur 1b aus LU508434]
Zweites Bild
Abb. 2: Ausführungsbeispiel der Abeckeinrictung im PKW, Armaturenbrett [KI-generiert]

Hintergrund

Zum Schutz von Wertgegenständen im Fahrzeuginnenraum sind verschiedene Lösungen bekannt. Hierzu zählen abschließbare Handschuhfächer, Mittelkonsolen sowie Abdeckungen in Form von Klappen, Schiebeelementen oder Rollos. Darüber hinaus werden textile Sichtschutzsysteme eingesetzt, die mittels Klett-, Magnet- oder Steckverbindungen befestigt werden – z.B. Rollo- und Jalousiesysteme für Ablagebereiche oder Gepäckräume.
Die bekannten Lösungen weisen jedoch verschiedene Nachteile auf. Abschließbare Fächer bieten nur begrenzten Stauraum und setzen voraus, dass die Gegenstände vollständig darin verstaut werden können. Starre Abdeckungen benötigen zusätzlichen Bauraum und sind häufig nur für bestimmte Einbauorte geeignet. Rollo- und Jalousiesysteme erfordern zudem aufwendige Bauteile.
Darüber hinaus lassen sich viele bekannte Abdecksysteme nicht schnell und unkompliziert aktivieren. Für frei zugängliche Gegenstände auf offenen Ablageflächen existieren bislang keine einfachen, kostengünstigen und flexibel nachrüstbaren Lösungen, die ohne komplexe Mechanik einen wirksamen Sicht- bzw. Sonnenschutz ermöglichen.

Lösung

Ziel der Erfindung ist es, einen einfach aufgebauten, kostengünstigen und besonders schnell aktivierbaren Sicht- und Sonnenschutz bereitzustellen. Die Lösung umfasst ein flexibles, blickdichtes Abdeckmittel sowie ein Haltemittel, mit dem das Abdeckmittel lösbar verbunden und in einer definierten Grundstellung gehalten werden kann. In Abbildung 1 ist das erfindungsgemäße Abdecksystem schematisch in der ausgefahrenen Stellung dargestellt. Das flexible Abdeckmittel ist stufenlos zwischen einer Grundstellung, in der der Gegenstand sichtbar bleibt, und einer Abdeckstellung bewegbar, in der der Gegenstand vollständig oder zumindest weitgehend verdeckt wird. Dabei kann die Bewegung von der Grundstellung in die Abdeckstellung durch die Schwerkraft unterstützt oder sogar vollständig durch diese bewirkt werden. Hierzu wird das Haltemittel vorzugsweise oberhalb des abzudeckenden Gegenstandes angeordnet, sodass das Abdeckmittel nach dem Lösen selbstständig nach unten fällt und den Gegenstand verdeckt. Das Haltemittel kann lösbar an verschiedenen Untergründen befestigt werden, beispielsweise an einem Armaturenbrett (vgl. Abb. 2) oder einer Mittelkonsole. Als Befestigungsarten kommen unter anderem Reibschlussverbindungen, Klebeverbindungen, Saugnäpfe, Steck- oder Klemmverbindungen in Betracht. Zur Aufnahme des flexiblen Abdeckmittels dient ein bogenförmiger Aufnahmekanal, in dem das zusammengelegte oder gefaltete Abdeckmittel platzsparend und unauffällig verstaut wird. Durch die Nutzung der Schwerkraft und den Verzicht auf komplexe Mechanik ermöglicht die Erfindung eine besonders schnelle Aktivierung des Sicht- und Sonnenschutzes, einen geringen konstruktiven Aufwand sowie eine flexible Einsetzbarkeit für unterschiedliche Anwendungsfälle.

Vorteile

Innovativer Schutz der Privatsphäre, vor ungewollten Blicken und Sonnenlicht Schnelles, einfaches und sicheres blickdichtes Abdecken von Gegenständen Funktioniert mit Schwerkraft, keine Aktuatoren erforderlich Einfache Mechanik erhöht Betriebssicherheit und senkt Herstellkosten Breite Einsatzmöglichkeit und geeignet als Massenprodukt

Anwendungsbereiche

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts werden pro Jahr weltweit über 93 Millionen Autos gebaut. Die Erfindung ist grundsätzlich für alle Produktkategorien im Fahrzeugbereich geeignet: Universal-Produkt (Consumer-Bereich), passgenau für die jeweiligen Fahrzeuge (Zubehör-Bereich), als Option bei der Fahrzeugkonfiguration im Rahmen eines Fahrzeugneukaufs (OEM-Berich) und individuelles Design (Luxus-Bereich).

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